Du bist selbständig und befasst dich nun mit dem Aufbau deiner Website. Als erstes musst du dich dazu etwas mit der Technik auseinandersetzen. Dazu hast du sicher keine Lust (kenn ich!), aber das lässt sich leider nicht ganz vermeiden. Wenn du selbständig bist, ist heutzutage ein Business ohne Website fast undenkbar.

Ein Tipp vorweg: Nimm dir genug Zeit für den Aufbau deiner Website, für das Zusammenstellen deiner Inhalte und vor allem deiner Texte. Das ist zwar erst einmal eine zeitliche Investition, weil du dich in dieser Zeit nicht um dein Business kümmern kannst, es zahlt sich aber später aus. Bereit? Dann lass uns loslegen…

Für den Aufbau einer Website brauchst du Folgendes:

1. Einen Webhoster

Ein Webhoster bietet verschiedene Dienstleistungen an. Dazu zählen zum Beispiel die Vermietung von Speicherplatz im Internet, die Bereitstellung eines Servers und der nötigen Netzwerkanbindungen. Bei einem Webhoster kaufst du dir also deinen Speicherplatz im Internet. Den Speicherplatz, auf den später deine Website hochgeladen wird. Das ist so, als ob du ein Grundstück für ein Haus kaufst, dass du dann darauf baust.

Es gibt viele verschiedene Webhoster, z. B. Strato oder 1und1. Empfehlen würde ich dir den Anbieter all-inkl. Gerade wenn du mit WordPress arbeitest, gibt es da meiner Erfahrung nach überhaupt keine Probleme und der Support ist auch sehr schnell (das ist leider nicht bei allen Webhostern so

Die Auswahl eines Webhosters
Egal ob du mit all-inkl zusammenarbeitest oder dir einen anderen Host suchst – einige Dinge solltest du beim Kauf deines Speicherplatzes für den Aufbau deiner Website beachten. Du kannst bei allen Anbietern eigentlich immer zwischen verschiedenen Paketen wählen. Schau dabei nicht nur auf den Preis. Dein Paket sollte folgende Dinge inklusive haben, wenn du mit WordPress arbeiten möchtest:

  • PHP

  • MySQL-Datenbank

  • SSL-Zertikfikat
    SSL-Zertifikate verschlüsseln Kundeneingaben, die auf deiner Website eingegeben und zum Server übertragen werden. Das passiert z. B. wenn man ein Kontaktformulare ausfüllt. Ab Mai 2018 sind alle Website-Betreiber verpflichtet, personenbezogene Daten gegen Zugriffe von außen zu schützen. Wer dem nicht nachkommt muss mit eventuellen Bußgeldern rechnen.
  • CronJobs
    Um die Backup-Funktion eines WordPress-Plugins zu nutzen müssen Cronjobs möglich sein.

Diese Funktionen stellen sicher, dass WordPress reibungslos läuft. Sie fehlen bei vielen günstigen Paketen, deswegen weise ich hier noch einmal punktuell darauf hin.

“Dein Webhoster ist
dein Grundstück
im Internet.”

2. Eine Domain-Adresse

Die Domain-Adresse ist die Adresse, unter der deine Website im Internet angezeigt wird. Das ist das, was du oben in deine Browserleiste schreibst und dann „Return“ klickst. Diese Adresse ist gleichzusetzen mit deiner Straße (und Hausnummer) in der du wohnst. Jede Domain gibt es nur einmal im Internet. Wenn du bei einem Webhoster deinen Speicherplatz im Internet kaufst, musst du meistens die Domain, die du erwerben möchtest, angeben. Diese kaufst du dann gleich mit.

Du prüfst entweder direkt bei deinem Webhoster, ob die Domain noch zu haben ist. Oder du kannst bei der zentralen Registrierungsstelle und Betreiberin aller Domains „DENIC“ direkt auf der Startseite feststellen, ob die von dir gewünschte Domain noch frei ist.

Die Auswahl der Domain

Du hast drei verschiedene Möglichkeiten, deine Domain zu benennen.

Überleg dir gut, wie du deine Domain nennst. Wenn du ziemlich am Anfang stehst in deiner Selbständigkeit, ist es ratsamer, deinen Namen als Domain-Adresse zu nehmen. Dann bist du flexibler, was deine Website angeht und kannst auch ohne Probleme dein Unternehmen noch einmal umbenennen oder deinen Themenschwerpunkt wechseln.

Mittlerweile kann man zwischen vielen verschiedenen Endungen wählen. Wenn du dich mit deinem Business ausschließlich auf Deutschland konzentrierst, ist natürlich .de die beste Wahl. Wenn deine gewünschte Domain-Adresse mit .de nicht mehr verfügbar ist, kannst du z.B. auf .com ausweichen. Sie ist die weltweit am häufigsten genutzte Endung und gut dafür geeignet, englisch- oder mehrsprachige Websites zu erstellen. Alternativen wären auch noch .net, .org, .eu oder .info.

Seit dem Jahr 2013 wurden auch Endungen wie .web, .design, oder .berlin möglich. Wenn so eine Endung deinen Unternehmensnamen sinnvoll ergänzt, wie z. B. www.königsworther.hotel kannst du auch über solch eine Endung nachdenken.

“Deine
Domain-Adresse
ist wie deine Postanschrift!”

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3. Eine E-Mail-Adresse

Die E-Mail-Adresse ist der Briefkasten neben deiner Haustür. Hierüber kontaktiert dich dein potentieller Kunde. Eine bestimmte Anzahl von E-Mail-Adressen sind so gut wie immer in dem Hosting-Paket enthalten, dass du von deinem Webhoster erwirbst.

Du kannst natürlich auch weiter deine E-Mail-Adresse nutzen, die du dir in einem Freemail-Account wie yahoo.de, web.de oder gmx.de schon vorher eingerichtet hast. Allerdings würde ich dir davon abraten. Nutze lieber eine E-Mail-Adresse, die deinen Domain-Namen enthält. Das wirkt einfach professioneller und vertrauenswürdiger.

Du kannst bei deinem Webhoster verschiedene E-Mail-Adressen anlegen, wie z. B. info@deinedomain.de oder support@deinedomain.de oder service@deinedomain.de. Das liegt ganz bei dir. Wenn du möchtest, kannst du die neuen E-Mail-Adressen auch zu deinem Freemail-Account weiterleiten lassen, damit du nur ein Postfach hast, dass du täglich checken musst. Antworte dann aber in jedem Fall über deinen Business-Account!

“Deine
E-Mail-Adresse
ist wie dein
Briefkasten!”

4. Ein Content-Management-System

Das klingt ganz schön kompliziert, oder? Ist es aber gar nicht. Mit einem Content Management System wie z.B. WordPress bist du in der Lage, deine Website ohne Programmierkenntnisse aufzubauen. Das ist eine gute Nachricht, oder? Es ist quasi das Baumaterial, mit welchem du dein Haus baust, um bei dem Beispiel zu bleiben.

Und WordPress ist auch kostenfrei. Du kannst es dir ganz einfach hier herunterladen.
Du kannst mit WordPress die Inhalte und das Aussehen deiner Website verwalten.
Die Inhalte (deine Texte, Einstellungen zu Plugins, Kategorien, Benutzer usw.) werden in einer Datenbank angelegt. Deshalb benötigst du auch unbedingt eine MySQL-Datenbank für die Nutzung von WordPress.

Deine Daten (Bilder, Dateien usw.) werden auf dem FTP-Server abgelegt. Auf diesen FTP-Server kannst du mittels kostenloser Programme zugreifen oder aber direkt über die Funktion „Web-FTP“, wenn dein Webhoster dieses anbietet.

Ein kostenloses Programm, mit dem ich arbeite, ist Filezilla. Über dieses Program kannst du per Drag & Drop einfach deine Daten in die entsprechenden Ordner hochladen. Die Zugangsdaten für deinen FTP-Server bekommst du von deinem Webhoster. Üblicherweise sind das 1. der Server 2. dein Benutzername und 3. das Passwort.
Bei einigen Webhostern kannst du diesen Zugang auch selber in deinem Mitgliederbereich einrichten. Und auch verschiedene Benutzer mit unterschiedlichen Berechtigungen erstellen.

“Dein CMS ist
dein Baumaterial
im Internet.”

5. Ein Theme

Jetzt kommen wir zum spannenden Teil – dem Anstrich deines Hauses! Gleichzusetzen mit dem Aussehen deiner Website. Das Aussehen deiner Website in WordPress wird durch ein „Theme“ bestimmt. Ein Theme ist eine Layoutvorlage, die du beim Aufbau deiner Website nutzen kannst. Sie ist schon fertig für dich designt. Du musst nur noch die Inhalte einfügen.

Es gibt kostenpflichtige und auch viele kostenfreie Themes. Auch wenn du durch ein kostenfreies Theme Geld sparen kannst, möchte ich dir trotzdem zu einem Premium-Theme raten (also einem kostenpflichtigen). Dort ist der Support und regelmäßige Aktualisierungen sichergestellt.

Die Auswahl des Themes
Es gibt tausende von Themes. Da fällt die Auswahl nicht leicht. Wichtig ist, dass du einen Blick auf die Funktionen wirfst, die das Theme mitbringt. Brauchst du z. B. einen Kalender? Oder einen Online-Shop? Auf jeden Fall solltest du darauf achten, dass das Theme responsive ist. Das bedeutet, dass es für Mobilgeräte optimiert ist. Die Website passt sich also von der Breite her auf dein Handy oder dein Ipad an und das Menü wird verkleinert.

Themes kannst du z.B. bei themeforrest oder elegant themes erwerben. Ich arbeite sehr viel mit dem Divi-Theme von elegant themes. Das ist besonders leicht bedienbar für meine Kunden. Denn das Layout kann hier ganz einfach und intuitiv per Drag & Drop gestaltet werden. Dadurch ist es außerdem äußerst flexibel. Du kannst es hier ganz ohne Download live ausprobieren.

“Dein Theme
ist wie dein
Hausanstrich!”

Das sind Dinge, die du wissen musst, wenn du mit WordPress eine Website aufbauen möchtest. Wenn du das alles abgearbeitet hast, kannst du mit der Struktur und den Inhalten für deine Website loslegen!

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